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Christian Opitz, MSSc

Promotionsvorhaben: Better Together? Informal Coalitions in Civilian CSDP Governance

Opitz_Christian Kontakt
E-Mail: Christian.Opitz@swp-berlin.org
Vita/ Akademische Laufbahn
  • Seit 09/2013: Projektassistent im „Research Center Norden“-Projekt an der Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
  • 2013: Projektassistent am Zentrum für Internationale Friedenseinsätze, Berlin
  • 2012: Projektassistent bei The Elders Foundation, London
  • 2009 – 2011: MSSc in Peace and Conflict Studies am Department of Peace and Conflict Research, Uppsala Universität
  • 2005 – 2008: B.A. in Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br.
Promotionsvorhaben

Better Together? Informal Coalitions in Civilian CSDP Governance

Wie treffen internationale Organisationen Entscheidungen, wenn sie Sicherpolitik, Umweltverhandlungen oder Handelsfragen regulieren möchten? Ein blühender Forschungszweig der Internationalen Beziehungen (IB) zeigt auf, dass uns formale Strukturen und Regeln nur einen Teilausschnitt des Entscheidungsprozesses bieten können. Vielmehr beeinflusst Informalität das Innenleben internationaler Organisationen stark. Während informale Prozesse oftmals unterstützend scheinen, stehen sie an deren Kontexten im Widerspruch zu formalen Regeln. Die bestehende IB-Forschung ist bislang aber kaum der Frage nachgegangen, wie genau Formalität und Informalität interagieren, wenn internationale Organisationen Entscheidungen treffen.

Mein Dissertationsprojekt greift zwei Theoriestränge der Organisationforschung auf und adaptiert sie im Kontext internationaler Organisationen. Zunächst verstehe ich eine internationale Organisation als ein soziales System im Verständnis Niklas Luhmanns. Die systemtheoretische Sichtweise ermöglicht es mir, Formalität und Informalität als zwei separate, jedoch essentiell miteinander verflochtene Strukturen menschlicher Verhaltenserwartungen zu konzipieren. In einem zweiten Schritt stütze ich mich auf Michel Crozier und Erhard Friedbergs Ansatz der mikropolitischen Spiele, um die systemische Ebene der Organisation mit der Aktionsebene der Mitglieder zu verbinden. Im empirischen Teil der Arbeit analysiere ich sodann formal-informale Spiele im Entscheidungsprozess des zivilen Krisenmanagements der Europäischen Union. Als theoretisch basierte und empirisch angereicherte Arbeit strebt mein Dissertationsprojekt letztlich eine explorative Typologie formaler und informaler Interaktionen in internationalen Organisationen an.

  • Informalität in internationalen Organisationen
  • Internationales Krisenmanagement
  • Beziehungen zwischen Deutschland und den nordischen Staaten


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