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Erfolgreiche Studienreise in die Ukraine 11.03.-21.03.2018

Am 11. März machte sich eine Gruppe Studierender aus Jena und Halle auf den Weg zu einer Studienreise in die Ukraine. Thematisch stand die Reise unter dem Schwerpunkt: „State-Building and Democratization in Ukraine“. Insgesamt zehn Tage wollten sich die Teilnehmenden mit Fragen zur Erinnerungspolitik und -kultur, zur Entwicklung der Ukraine nach der „Revolution der Würde“, den innerstaatlichen Reformprozessen und außenpolitischen Herausforderungen auseinandersetzen.

Die zehntägige Reise begann im Westen der Ukraine – in Lviv. Beginnend mit einer Stadtführung zum historischen Erbe setzten sich die Studierenden zum Ziel, in Expertengesprächen den aktuellen Entwicklungen im Zuge der De-Kommunisierung und Nationalisierung der Erinnerungspolitik auf den Grund zu gehen. Darüber hinaus wurden Fragen zur Sprachen- und Minderheitenpolitik aufgegriffen. Mit der Bahn führte die Reise ins Zentrum des Landes nach Kiew. Dort standen vor allem die Reformprozesse, die Auswirkungen des Krieges im Osten auf die innerstaatlichen Entwicklungen und die Rolle der europäischen Union in der Ukraine im Fokus. Die Gruppe traf sich mit Vertretern der OSZE, der europäischen Union, aber auch mit lokalen Experten, die einen anschaulichen Einblick in die Entwicklungen seit dem Maidan 2013/14 gaben. Vor Ort wurde die Gruppe durch die Kollegen an der Mohyla-Akademie und langjährigen Freunden des Projektes unterstützt. Mit dem Nachtzug ging es weiter nach Kharkiv. Für viele Studierende war dies die erste Erfahrung dieser Art. Die letzten Tage in Kharkiv standen unter dem thematischen Schwerpunkt des primär sowjetischen Einflusses auf die Entwicklung des Ostens der Ukraine und dem Konflikt im Osten. Eine umfangreiche Stadtführung, trotz frostiger Temperaturen, gab einen ersten eindrucksvollen Überblick über historisch relevante Orte und deren geschichtlichen Verortung. Neben Treffen mit lokalen NGOs, standen auch ein Treffen mit Germanistikstudierenden der Karazin-Universität auf dem Programm. Während der Gespräche mit zivilgesellschaftlichen Akteuren sprachen die Teilnehmenden über die Aufgaben im Bereich der IDPs und über die Rolle der lokalen Akteure während des Maidans. Abgerundet wurde der Aufenthalt durch ein Treffen mit dem Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung und einer kritischen Analyse der gesamtukrainischen Entwicklungen. Einzelne Erfahrungsberichte zu den gesammelten Eindrücken und Expertentreffen können auf der folgenden Homepage eingesehen werden. Einen Überblick über das Programm ist hier zu finden. Die Studienreise fand in Kooperation mit dem Alexander Brückner Zentrum für Polenstudien (gefördert durch die Sanddorf-Stiftung) statt. Wir bedanken uns auf diesem Weg noch einmal bei allen Partnern, die uns in der Planung, Vorbereitung und Finanzierung unterstützt haben. Vielen Dank auch an den Förderverein des Instituts für Politikwissenschaft der FSU Jena und den Freunden und Förderern der Friedrich-Schiller-Universität Jena e.V. 

Lviv Rathaus (Foto: Thea-Marie Schatz)

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